Politikprogramm: Westerstede lebenswert für alle!

Bezahlbares Wohnen, verlässliche Mobilität, ein starkes Miteinander: Westerstede steht vor großen Aufgaben. Wir sind bereit, sie anzupacken. Unser Ziel ist ein Westerstede, das nachhaltig lebt und wächst – für heute und für kommende Generationen. 

Das passiert nicht von allein. Es braucht Ideen, Mut und den Willen, Dinge wirklich zu verändern. In unserem Programm zeigen wir, wie wir Westerstede voranbringen wollen: konkret, machbar und gemeinsam mit allen, die anpacken möchten.

Neugierig, wie wir das konkret angehen? Unser Programm zeigt es im Detail – kompakt in Kurzform (wie auf dem Flyer) oder ausführlich in der Langfassung.

Unser Programm auf einen Blick

Soziales

  • Krippengebühren sozial gerechter gestalten
  • Ferienbetreuung für Kita/Schule erweitern
  • Attraktivere Spielplätze, auch im Stadtzentrum
  • Mehr schattenspendende Bäume auf Spielplätzen
  • Skaterpark modernisieren
  • Öffentliche Proberäume für Jugend-Musikbands
  • Bezahlbare kleinere Wohnungen für junge und ältere Menschen
  • Mehrgenerationenhäuser fördern
  • Barrierefreien Wohnraum ausbauen und fördern
  • Nicht sparen bei der Integration schutzsuchender Menschen
  • In Bildung und Infrastruktur investieren
  • Unterstützung und Förderung des Ehrenamtes

Klima & Umwelt

  • Hitzeschutz gerade auch in Westerstede
  • Klimafreundliche Investitionen fördern
  • Altbaumbestand erhalten und schützen
  • Hitzestaugefährdete Innenstadtbereiche entsiegeln und begrünen
  • Energetische Sanierung städtischer Gebäude beschleunigen
  • Alleen, Baumreihen und Wallhecken schützen und neu anlegen
  • Windenergie ja, aber mit Bürgerbeteiligung
  • Bäuerliche, regionale und ökologische Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und deren Vermarktung unterstützen

Mobilität & Verkehr

  • Erweiterung und Modernisierung sicherer Rad- und Fußwege
  • ÖPNV-Ausbau, auch auf den Dörfern
  • Tempo-30-Bereiche ausweiten, wo sinnvoll
  • Carsharing in Westerstede und den Dörfern
  • Förderung des Vereins Bügerbus/Mobilitätszentrale

Wirtschaft & Finanzen

  • Keine Steuererhöhungen zur Haushaltssanierung
  • Dringend schnelles Internet für alle
  • Start-ups und Firmengründungen unterstützen

Mobilität und Verkehr: Wege für alle gestalten

Wir machen Verkehrspolitik für alle. Dafür müssen auch die Blickwinkel von Kindern und Jugendlichen, von älteren Menschen, oder von Menschen mit Beeinträchtigungen als selbstverständliche Komponente in die Mobilitätspolitik einbezogen werden. Wir setzen auf alles, was eine lebenswerte Gemeinde- und Stadtplanung ausmacht: 

  • Sichere und möglichst kurze Wege
  • Attraktiver öffentlicher Nahverkehr
  • Sicheres Radwegenetz
  • Barrierefreie Gehwege: breit genug für Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen, mit konsequenten Bordsteinabsenkungen

Das Leitbild eines autogerechten Westerstedes gehört ins Museum. Wir wollen ein umfassendes Verkehrskonzept für Westerstede entwickeln und umsetzen, das sichere Wege, attraktiven ÖPNV, ein durchgängiges Radwegenetz und barrierefreie Gehwege als gleichwertige Ziele verankert. Mobilität für alle – das bedeutet auch, die Anwohner*innen der Innenstadt ebenso wie die Menschen auf den Dörfern nicht zu vergessen: Eine einladende, gut erreichbare Innenstadt ist kein Widerspruch zu lebenswerten Wohnvierteln, sondern deren Voraussetzung. Wir streben die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen an.

Förderung des Radverkehrs

Radfahren ist gesund, günstig und klimafreundlich. So wollen wir es in Westerstede sicherer und alltagstauglicher machen:

Konzept und Ausbau:
  • Die aktuelle Mischung aus Radwegen, gemeinsamen Geh-/Radwegen und Straßennutzung ist vielerorts unübersichtlich. Wir wollen ein einheitliches Fahrradkonzept für Westerstede entwickeln, das klare und sichere Regelungen für alle schafft.
  • Das Radwegenetz möchten wir weiter ausbauen. Lückenschlüsse auf vielbefahrenen Strecken haben dabei Vorrang.  
Infrastruktur und Angebote:
  • Auch Alltagsradwege abseits von Straßen sollten beleuchtet werden, idealerweise mit Bewegungsmeldern.
  • Fahrradwege sollten beim Winterdienst die gleiche Priorität wie Straßen genießen.
  • Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder müssen an stark frequentierten Orten und Haltestellen ausgebaut werden – Überdachung von Fahrradstellplätzen, bestenfalls mit PV-Anlagen und Lademöglichkeiten für E-Bikes.
  • Gemeinsam mit lokalen Unternehmen wollen wir ein städtisch gefördertes Ausleihangebot für Lastenfahrräder als praktische und nachhaltige Alternative für Einkäufe und Transporte schaffen.
Sicherheit: 
  • Zugeparkte Radwege machen den Radverkehr unsicherer. Entsprechende Verstöße sollten strenger kontrolliert werden.
  • Kreuzungen und Einmündungen fahrradfreundlicher gestalten, etwa durch vorgezogene Haltelinien und bessere Sichtachsen.
  • Tempo 30 in Bereichen mit hohem Radverkehrsaufkommen. 

Förderung des Fußverkehrs

  • Der Gehweg ist kein Parkplatz! Deshalb fordern wir eine stärkere Kontrolle gegen das Zuparken von Gehwegen durch das Ordnungsamt.
  • Die Barrierefreiheit öffentlicher Wege und Plätze sollte selbstverständlicher Standard sein.
  • Im öffentlichen Raum brauchen wir mehr Sitzbänke, damit Fußgänger*innen auf ihren Wegen kurze Pausen einlegen können.
  • Wir wollen unsere Straßenbeleuchtung auf bewegungsgesteuerte Systeme umstellen.
  • Wir möchten vielfältige Bewegungs- und Begegnungsräume im öffentlichen Raum schaffen.

Öffentlicher Nahverkehr

Der ÖPNV muss bedarfsgerecht ausgebaut werden, Verschlechterungen des bestehenden Angebots sind mit uns nicht zu machen. Konkret fordern wir daher:

Busverbindungen:
  • Mehr Unterstützung für den Bürgerbusverein, damit das Angebot wieder erweitert werden kann und die Dörfer besser an die Kernstadt angebunden sind. 
  • Die Abfahrtszeiten und Takte unserer Buslinien sollen sich am tatsächlichen Bedarf orientieren, also an Schulzeiten und Schichtwechseln großer Arbeitgeber. 
  • Das Angebot der Linie 360 und Linie 366 muss in die Abendstunden und durch das Wochenende verstetigt werden.
  • Schnellbus  S35: Takt alle 30 Minuten nach Oldenburg – auch an Wochenenden und Feiertagen. Insbesondere Schüler*innen und junge Erwachsene wünschen sich unabhängige Mobilität und Zugang zum Freizeitangebot in Oldenburg.
  • Die Linie 350 sollte von Oldenburg nach Westerstede so eingesetzt werden, dass sich in Kombination mit dem Schnellbus S35 auch in den Abendstunden alle 30 Minuten eine Möglichkeit zur Abfahrt ergibt. 
Bahnanbindung:
  • Busfahrpläne müssen besser auf Zug-Abfahrtszeiten abgestimmt werden. Wir setzen uns für eine verbesserte Taktplanung ein, die verlässliche Anschlüsse zwischen Bus und Bahn in Ocholt ermöglicht.
  • Die Regio S-Bahn RS-3 sollte bis nach Augustfehn verlängert werden.
Infrastruktur und Tarife:
  • An allen Haltestellen sollte es – sofern baulich möglich – Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben.
  • Schüler*innenticket für alle bis 18 Jahre kostenlos – auch für Oberstufen-Schüler*innen, die bisher ab der 11. Klasse ohne Freifahrt sind.

Motorisierter Individualverkehr

Insbesondere im ländlichen Raum wird der motorisierte Individualverkehr auch weiterhin das Rückgrat der Mobilität sein und bleiben. Trotz der bisweilen sehr emotional geführten Diskussionen um das EU-weite Verbrennerverbot ab 2035 ist längst klar: Die Zukunft des Autos ist elektrisch.

  • Um das Laden von E-Autos auch für Menschen ohne eigene Lademöglichkeit zuhause attraktiv zu machen, wollen wir – vor allem in dichter besiedelten Bereichen – das Laden an Straßenlaternen und Bordsteinen ermöglichen.
  • Wir möchten die mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung erweiterten Möglichkeiten zur Ausweisung von innerörtlichem Tempo 30-Bereichen nutzen.
  • Neue kommunale Fahrzeuge werden, sofern auf dem Markt verfügbar, nur noch mit emissionsfreien Antrieben angeschafft.
  • Wir sind für ein Car-Sharing-Angebot in Westerstede und seinen Dörfern.
  • Mobilität entwickelt sich weiter. Neben dem Ausbau von Rad- und Fußverkehr brauchen wir individuelle Mobilitätsangebote für Menschen ohne Fahrerlaubnis – jung wie alt. Wir setzen uns für die Prüfung moderner Rideshare-Konzepte mit bedarfsgesteuerten Sammelbussen ein, perspektivisch auch mit autonomen Fahrzeugen.

Nein zum Bau der A20

Wir GRÜNE sprechen uns seit Beginn der Debatte ganz klar gegen den Bau der A20 aus! Durch den Bau würden wertvolle natürliche und landwirtschaftliche Flächen zerstört und die Ammerländer Parklandschaft massiv geschädigt. Außerdem bedroht die Planung Moore, die als unverzichtbare CO₂-Speicher nicht ersetzt werden können. Die Beeinträchtigungen für Mensch und Natur stehen in keinem Verhältnis zum ohnehin weit überschätzten wirtschaftlichen Nutzen. Der Neubau der A20 ist das teuerste Autobahnprojekt Deutschlands – und Studien belegen: nennenswerte Wirtschaftseffekte sind nicht zu erwarten. Das Geld wäre besser investiert in die Instandhaltung bestehender Straßen sowie den Ausbau der Bahninfrastruktur – etwa den zweigleisigen Ausbau der Strecke Oldenburg–Norddeich Mole. Wo heute Durchgangsverkehr Orte wie Linswege belastet, gibt es wirksame Alternativen: Gewichtsbeschränkungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Durchfahrtsverbote und konsequente Kontrollen.

Bauen und Wohnen: Bezahlbaren Wohnraum schaffen, Flächen schonen

Bezahlbarer Wohnraum ist Daseinsfürsorge. Wir wollen, dass Menschen in Westerstede ein Zuhause finden – egal, ob jung oder alt, allein oder mit Familie. Dabei setzen wir auf einen klugen Umgang mit Flächen: Bestehendes nutzen und umbauen, bevor neue Flächen versiegelt werden. Dabei nehmen wir besonders die Ammerländer Wohnungsbau in die Pflicht, unsere kommunale Wohnungsbaugesellschaft.

Bezahlbar und altersgerecht wohnen

Wir setzen uns für die Schaffung bezahlbarer, kleiner Wohnungen, gerade für junge Menschen, aber eben auch für ältere Mitbürger*innen, die sich aus Alters- und Gesundheitsgründen verkleinern möchten. Mehrgenerationen-Wohnprojekte im Innenstadtbereich und auf den Dörfern sind unser Ziel.

  • Viele ältere Menschen leben allein in großen Häusern – während gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum fehlt. Mit einem „Wohnen gegen Einsamkeit“-Programm wollen wir beides zusammenbringen: Ältere Eigentümer*innen, die Teile ihres Hauses – etwa das Obergeschoss oder einzelne Zimmer – untervermieten, schaffen Wohnraum für jüngere Menschen und Familien, erzielen zusätzliche Einnahmen und gewinnen durch neue Mitbewohner*innen wieder mehr Leben und Gesellschaft im eigenen Zuhause. Wir setzen uns für eine kommunale Beratungs- und Vermittlungsstelle ein, die diesen Prozess unbürokratisch begleitet.
  • Wohnen soll für jeden in Westerstede erschwinglich und möglich sein. Dazu gehört nicht nur die Schaffung von neuem bezahlbarem Wohnraum, sondern auch ein kluges Miteinander im Bestand: Wir sind für die Einrichtung einer kommunalen Wohnraum-Tauschbörse, über die etwa eine alleinstehende ältere Person ihre zu groß gewordene Wohnung mit einer jungen Familie tauschen kann – beide gewinnen. Azubis und Studierende sollen durch Mietvergünstigungen unterstützt werden, damit junge Menschen eine Zukunftsperspektive in Westerstede haben.
  • Gutes Wohnen heißt auch: gut angebunden sein. Zugang zu stabilem Internet ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für Teilhabe, Arbeit und Bildung. Der bisherige Ausbau des Glasfasernetzes in Westerstede und seinen Dörfern ist noch lückenhaft – einzelne Häuser und ganze Straßenzüge bleiben bisher ohne Anschluss. Wir setzen uns dafür ein, die Förderbedingungen so zu verbessern, dass ein flächendeckender Ausbau ohne weiße Flecken gelingt.

Flächen schonen, Bestand nutzen

Um zusätzlichen Wohnungsbedarf innerhalb des bebauten Bereichs zu realisieren, setzen wir uns für ein umfassendes Baulücken- und Leerstandskataster ein, in dem Baulücken, Brachen, fehlgenutzte Flächen und Flächen, deren bisherige Nutzung in naher Zukunft voraussichtlich aufgegeben werden, zu erfassen sind.

  • Wir wollen die Voraussetzungen schaffen für die Umwandlung nicht mehr benötigter Einzelhandelsflächen in Wohnungen.
  • Ehemalige landwirtschaftliche Gebäude für Wohnzwecke bevorzugt umnutzen – statt Neubau auf der grünen Wiese.
  • Die Ausweisung von Gewerbegebieten sollte bedarfsgerecht sein. Eine zu lange Flächenbevorratung über den Bedarf hinaus lehnen wir ab.

Klimaangepasst bauen

Die zunehmende sommerliche Erhitzung unserer Stadt ist ein wachsendes Problem. 

  • Auch beim Bauen gilt: Grün mitdenken. Vorgaben für Baumpflanzungen und der Erhalt öffentlicher Grünanlagen sind Teil unserer Klimaanpassungsstrategie. 
  • Für größere KFZ-Stellplatzanlagen wollen wir für je 10 Einstellplätze die Pflanzung mindestens eines großkronigen Baumes festschreiben.
  • Lärmschutzwände und andere technische Zweckbauten möchten wir begrünen oder mit PV-Anlagen ausstatten.
  • Wohnraumschaffung g mit Grün: Neubauprojekte sollen mit Wärmepumpen, Solaranlagen und mehr Grünflächen geplant werden – statt auf maximale Versiegelung zu setzen.

Kommunale Sozialpolitik: Teilhabe ermöglichen, Zusammenhalt stärken

Sozialpolitik beginnt vor Ort. Wir wollen ein Westerstede, in dem niemand durch das Netz fällt – ob bei Gesundheit, Pflege, Wohnen oder im Alltag. Das heißt für uns: Armut abfedern, Teilhabe ermöglichen, Schutz bieten und das Miteinander stärken.

Armut lindern, Teilhabe ermöglichen

Die soziale Ungleichheit wächst und die Verteilung von Einkommen und Vermögen driftet auch in unserer Stadt immer weiter auseinander. Vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen, Geringqualifizierte, Alleinerziehende, chronisch Kranke und Menschen mit Migrationsgeschichte sind besonders von Armut betroffen – zunehmend auch Selbstständige und Senior*innen. Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen wie im Niedriglohnbereich und Langzeitarbeitslose leiden dabei häufig unter sozialer Ausgrenzung und geringen Teilhaberechten. Steigende Mieten und ein Mangel an öffentlich geförderten, sowie bezahlbaren Wohnungen verschärfen die prekäre Lage für Menschen mit niedrigen Einkommen zunehmend. Kommunalpolitik kann Armut nicht verhindern, sie kann aber die Folgen von Armut durch ein breites Beratungs-, Hilfs- und Unterstützungsangebot lindern. Diese Maßnahmen streben wir an:

  • Haushaltsmittel für soziale Einrichtungen sichern
  • Beratungsangebote für vulnerable Gruppen (etwa Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende, Geflüchtete oder Senior*innen) ausbauen und Zugang zu Unterstützungsleistungen vereinfachen
  • Kostenlose Energieberatung für Menschen mit geringem Einkommen
  • Sozialere Gestaltung der Krippengebühren sichern
  • Wiederreröffnung eines sozialen Kaufhauses fördern, in dem gebrauchte Möbel und Alltagsgegenstände günstig und fair weitergegeben werden können

Gesundheit und Pflege

  • Zukunftssichere und bedarfsgerechte ärztliche Versorgung sichern
  • Ambulante und stationäre Hospizangebote stärken
  • Tagespflegeangebote ausbauen

Schutz vor Gewalt

Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, brauchen schnellen Zugang zu Schutz und Beratung. Gemeinsam mit dem Landkreis setzen wir uns für die Förderung des Frauenschutzhauses sowie die Einrichtung einer Gewaltschutz-Ambulanz ein. Darüber hinaus wollen wir prüfen, ob es auch für andere Betroffene häuslicher Gewalt ergänzende Beratungsangebote braucht. 

Integration und Inklusion

Westerstede ist vielfältig. Und soll es bleiben. Wir wollen eine Stadt, in der alle dazugehören: egal woher sie kommen oder welche Einschränkungen sie haben. Wer hier lebt, gehört dazu – und soll das auch spüren.

  • Gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen in Westerstede 
  • Freiwillige Integrations- und Sprachkurse erhalten und fördern
  • Gruppen und Initiativen unterstützen, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit stellen

Lebenswerte Wohngebiete

  • In ältere Wohngebiete investieren: Spielplätze, Fußwege, Grünanlagen modernisieren
  • Lärmbelastete Wohnlagen durch Lärmschutz aufwerten

Sozialer Zusammenhalt entsteht nicht nur durch Angebote der Stadt – sondern vor allem durch Menschen, die füreinander da sind. Im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Tafel oder im Besuchsdienst. Dieses Ehrenamt wollen wir stärken: mit verlässlicher Förderung, wenig Bürokratie und der Wertschätzung, die es verdient.

Kinder, Jugend und Familie: Räume für Begegnung und Entwicklung schaffen

Wir möchten Westerstede kinder- und familienfreundlicher machen. Mehr ansprechende Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, Schaffung öffentlicher Räume für Begegnung, Spiel und Gemeinschaft – sicher und barrierefrei, das ist unser Ziel. 

Orte für Kinder und Familien

  • Kinderspielplätze sollen attraktiver gestaltet werden: Mit mehr Sitzgelegenheiten, schattenspendenden Bäumen und kleinen, altersgerechten Spielgeräten für U3-Kinder, zusätzlich zum bereits bestehenden Angebot.
  • Unser Ziel ist, den Innenstadtbereich kinderfreundlicher zu gestalten – zum Beispiel durch die Renovierung des Wasserspielplatzes, die Einrichtung eines Abenteuerspielplatzes oder den kinderfreundlichen Umbau des Brunnens auf dem Marktplatz.
  • Öffentlichen Familien- und Mehrgenerationentreffpunkt mit Sitzgelegenheiten und Grill-Ecke schaffen.
  • Schwimmbad und Bibliothek sind unverzichtbare Einrichtungen für Familien, Kinder und Jugendliche: Ihr Erhalt und ihre Weiterentwicklung haben für uns hohe Priorität.

Angebote für Jugendliche

  • Das Freizeitangebot für Jugendliche wollen wir ausbauen – mit abwechslungsreichem Programm, besonders in den Ferien.
  • Für Jugend-Bands und Musikprojekte müssen geeignete Proberäume geschaffen werden.
  • Der Skaterpark auf der Hössen-Sportanlage soll zeitgemäß umgestaltet werden – gemeinsam mit den Jugendlichen, die ihn nutzen.
  • Jugendeinrichtungen wie das Jugendzentrum, der Jugendtreff Halsbek (Uschi) und das Gleis 9¾ in Ocholt bieten jungen Menschen wichtige Räume zur Entfaltung und Begegnung. Ihre Förderung hat für uns besondere Priorität.
  • Nicht alle Kinder und Jugendlichen erreichen wir über klassische Einrichtungen. Deshalb setzen wir uns für Streetworker ein: Fachkräfte, die gezielt auf junge Menschen zugehen und ihnen Wege zu Unterstützung und Teilhabe aufzeigen.

Bildung: Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und eine lebendige Demokratie

Unser Westerstede ist bunt und vielfältig, das zeigt sich besonders in unserer Schul- und Bildungslandschaft. Bildung ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und eine wehrhafte Demokratie. Gerade jetzt, wo Rechtsextremismus und Fake-News unsere Demokratie bedrohen, brauchen wir gute Bildung und politische Teilhabe mehr denn je. Nur eine gelebte Demokratie – in der alle Menschen gleichberechtigt mitwirken und gehört werden – kann sicherstellen, dass es allen im gleichen Maße gut geht. Wir setzen uns aktiv für den Schutz demokratischer Werte und eine offene, faktenbasierte politische Kultur in Westerstede ein. 

Wir setzen und dafür ein, dass

  • zeitnahe Investitionen in unsere frühkindlichen Bildungseinrichtungen getätigt werden – denn für eine kindgerechte Betreuung und Förderung braucht es moderne, angepasste Räumlichkeiten. 
  • Kitas eine gute Personalausstattung mit qualifiziertem Fachpersonal haben. Deshalb müssen unsere Kitas ein attraktiver Arbeitsplatz sein. Dazu gehören ein gutes Arbeitsumfeld und weitere Verbesserungen für die Mitarbeiter*innen. Um eine verlässliche Betreuung zu gewährleisten, setzen wir uns für zusätzliche Springerkräfte durch Aufstockung des kommunalen Springerpersonals ein. Zur Finanzierung streben wir Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen an.
  • Schulgebäude nicht nur als reine Lernorte begriffen werden – sie sind Lebensräume für Kinder und Jugendliche. Wir setzen uns für gut ausgestattete, moderne und einladende Schulgebäude in Westerstede ein.
  • geprüft wird, ob der Bedarf für eine zweite Grundschule in der Kernstadt besteht. 
  • es einen kommunalen Fördertopf für Demokratieprojekte von Schüler*innen gibt.
  • die gezielte Sprachförderung erhalten bleibt und nicht gekürzt wird.
  • Schulsozialarbeit an allen Schulen sichergestellt wird.

Klimaschutz und grüne Energiewende vor Ort: Lebensgrundlagen und bezahlbare Energieversorgung sichern

Unser Plan für eine gute und enkeltaugliche Zukunft ist klar: Wir handeln jetzt für Klimaschutz, Fortschritt und eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung direkt vor Ort. Wir setzen uns dafür ein, dass auch in Westerstede Klimaneutralität bis 2040 erreicht wird.

Die Angriffe Russlands auf die Ukraine sowie der USA und Israels auf den Iran zeigen erneut: Unsere Abhängigkeit von fossilen Energieimporten gefährdet die Energieversorgung. Noch immer fließen jährlich Milliardensummen aus unserer Volkswirtschaft ab – zu Machthabern, die damit Kriege finanzieren und uns politisch und wirtschaftlich erpressen können. Den Preis dafür zahlen wir an der Tankstelle und beim Heizen. Wer noch keine Solaranlage, Wärmepumpe oder E-Auto hat, bleibt dieser Preisspirale ausgeliefert.

Dazu ist der Schutz unserer klimatischen Lebensgrundlagen für Land- und Baumschulwirtschaft unmittelbar wichtig. Mittelfristig geht es aber für uns alle ums Überleben – auf diesem Planeten und in unserer Region. 

Windenergie

Als Bewohner*innen einer windreichen Region haben wir beste Möglichkeiten, konkrete Beiträge für die Sicherheit unserer Stromversorgung zu leisten – und auch wirtschaftlich davon zu profitieren. Wir GRÜNE stehen dafür, die Windenergienutzung auch auf unserem Stadtgebiet bedarfsgerecht auszubauen und Möglichkeiten direkter Beteiligung der Menschen vor Ort an den Anlagen aktiv zu unterstützen.

Ausbau der Photovoltaik (PV)

Viele Bürger*innen sowie Unternehmen erzeugen längst Solarstrom auf eigenen Dächern. Auch auf städtischen Dächern hat sich dank der Bürger-PV-Initiativen von Westerstede Solar und dem Engagement der Stadtverwaltung einiges getan. Doch unsere Potentiale sind längst nicht ausgeschöpft! 

Unser Ziel: Jede geeignete Fläche soll für Solarstrom genutzt werden – Dächer von Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und öffentlichen Gebäuden, aber auch Parkplätze, Lärmschutzwände und Fahrradstandüberdachungen. Wo ökologisch vertretbar, kommen auch Freiflächen in Betracht. Bei der Auswahl der Flächen werden wir darauf achten, keine für den Naturhaushalt besonders wertvollen Flächen und keine ertragreichen landwirtschaftlichen Böden zu belegen. Per Bebauungsplan stellen wir sicher, dass die Flächen zwischen den Modulen klima- und insektenfreundlich gestaltet werden.

Besondere Chancen bietet die Agri-PV: Hier werden Solarmodule so installiert, dass die Fläche darunter weiter landwirtschaftlich genutzt werden kann. Gerade für Baumschulen und Obstanbau ist das interessant, denn die Module können Pflanzen vor Hagel, Frost und Sonnenbrand schützen und so für bessere Wachstumsbedingungen sorgen. Stromertrag und Pflanzenschutz auf derselben Fläche – das wollen wir ermöglichen.

Damit möglichst viele Haushalte Solarstrom auch selbst nutzen können – etwa für Wallbox oder Wärmepumpe – braucht es ein leistungsfähiges Stromnetz. Die Mittelspannungsinfrastruktur muss daher ausgebaut werden. Gleichzeitig setzen wir auf Speicherlösungen: geförderte Hausspeicher und kommunale Großspeicher entlasten das Netz und stärken die Versorgungssicherheit. Kombiniert mit dezentralen Speichern können Haushalte und Betriebe ihren Eigenverbrauch maximieren. Als Kommune gehen wir dabei mit gutem Beispiel voran. 

Künftige Wärmeversorgung

Derzeit wird die kommunale Wärmeleitplanung erarbeitet. Sie soll klären: Wo bleibt die individuelle Heizung die beste Lösung? Und wo lohnt sich ein Nah- oder Fernwärmenetz, über das wir günstig Wärme anbieten können?  Unser Ziel dabei ist die Sicherstellung einer sicheren, nachhaltigen und kostengünstigen Wärmeversorgung aller Bürger*innen. Dazu wollen wir u. a. konkrete Nahwärmeversorgungsprojekte im Stadtgebiet prüfen und – wo wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll – aktiv ermöglichen. Wir unterstützen unabhängige Energieberatungsangebote für Privatpersonen, etwa durch die Verbraucherzentrale in der Apothekervilla, und wollen deren Bekanntheit und Reichweite erhöhen.

Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Neben dem Klimaschutz wird es immer dringlicher, sich als Stadt aktiv mit der Anpassung an die Folgen des bereits einsetzenden Klimawandels zu beschäftigen. Dazu kann die Stadt, aber auch jede*r einzelne einen Beitrag leisten, indem wir für möglichst viel Grün im bebauten Bereich sorgen: Bäume spenden Schatten und jede grüne Pflanze hat aufgrund der Verdunstung an ihrer Oberfläche einen kühlenden Effekt.

Konkret setzen wir uns darüber hinaus dafür ein, dass Westerstede besser auf extreme Wetterereignisse (Dürre und Starkregenereignisse) als Folge des Klimawandels, vorbereitet ist. Dazu halten wir u. a. folgende Maßnahmen für notwendig, die auch zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität beitragen können:

  • Bestehende Überschwemmungsgebiete konsequent von weiterer Bebauung freihalten
  • Altbäume im Innenbereich möglichst erhalten und Baumbestand durch Neuanpflanzungen erhöhen
  • Mehr schattenspendende Bäume auf Kinderspielplätzen
  • Pflanzung von großkronigen Bäumen an allen geeigneten Stellen im öffentlichen Raum sowie bei Neu- oder Umgestaltung von Parkplätzen
  • Begrünung von Fassaden und Dächern fördern
  • Mehr Versickerungsflächen für Regenwasser statt Ableitung in Gräben oder Kanalisation

Weitere kommunale Klimaschutzmaßnahmen

  • Energetische Sanierung des städtischen Gebäudebestands unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Dafür wäre die Einstellung eines oder einer Energie-Manager*in empfehlenswert, um Expertise in unserer Kommune aufzubauen.
  • Schaffung eines lokalen Förderprogramms für klimafreundliche Investitionen nach Beispiel von Edewecht und Bad Zwischenahn (Klimabonus/Klimazuschuss). Diese Fördermaßnahmen sollten jährlich evaluiert werden. 
  • Alle Maßnahmen und Förderprogramme der Kommune sollten auf ihre Klimaauswirkungen geprüft und bewertet werden. Maßnahmen, die zu einer Verschlechterung der Klimabilanz führen, haben zu unterbleiben.
  • Wir treten dafür ein, unsere Moore als große Kohlenstoffspeicher durch Wiedervernässung zu erhalten.

Natur- und Umweltschutz: Unsere Heimat bewahren und stärken

Unsere Kulturlandschaft ist die Grundlage der hohen Lebensqualität, die Westerstede auszeichnet. Als GRÜNE setzen wir auf einen konsequenten, praxisnahen Natur- und Umweltschutz vor Ort. Wir wollen renaturieren, unsere Ökosysteme stärken und bewahren, Ressourcen schonen und Lebensqualität für alle sichern.

Weniger versiegeln, mehr begrünen

Ob Beton oder Pflasterstein – jeder Quadratmeter weniger Versiegelung hilft der Natur. Wir setzen auf Entsiegelung und mehr Grün. Das bedeutet für uns konkret:

  • Überflüssige Pflasterflächen in der Innenstadt entsiegeln und begrünen
  • Neue Wohnungen vorrangig durch Umnutzung, Aufstockung und Flächenrecycling schaffen 
  • Eingriffe in die Natur in Folge der Ausweisung von Bauflächen vollständig kompensieren
  • Freiflächen in Baugebieten ökologisch hochwertig begrünen
  • Bestehende Alleen, Baumreihen und Wallhecken schützen
  • Neuanlage von (Obstbaum-) Alleen an Gemeindestraßen unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit

Artenvielfalt stärken

Das Insektensterben ist hoch, aber aufhaltbar, wenn wir handeln. Dabei zählen wir auch auf das Engagement der Naturschutzgruppen vor Ort, welches wir stärker unterstützen wollen. Darüber hinaus halten wir u. a. diese Maßnahmen für sinnvoll:

  • Grünflächen naturnah gestalten, z. B. entlang der Norderbäke
  • Verkehrsinseln und öffentliche Beete mit heimischen Blühpflanzen bepflanzen
  • Biotope, Hecken, Feldgehölze und Kleingewässer schützen
  • Schottergärten schrittweise zurückbauen, begleitet durch Beratung und Unterstützung
  • Förderung von ökologisch nachhaltiger Gartenbewirtschaftung für Privatleute
  • Keine Pestizide auf öffentlichen Flächen
  • Bäken und Gräben gemeinsam mit der Ammerländer Wasseracht renaturieren
  • Städtische Agrarflächen extensiv und naturnah bewirtschaften
  • Abmähen der Straßenrandstreifen insbesondere bei Fahrradwegen mit Mähbalken und auf 1 Meter Breite begrenzt durchführen 
  • Straßenrandbewuchs (Sträucher) dort stehen lassen, wo es die Verkehrssicherheit zulässt

Ressourcen schonen, Westerstede sauber halten

Weniger wegwerfen, mehr teilen und reparieren. Was übrig bleibt, richtig entsorgen. So wollen wir es machen:

  • Einheitliches Mehrweg-Pfandsystem für Außer-Haus-Verzehr schaffen
  • Tausch- und Verschenkbörsen erhalten und ausbauen
  • Bibliothek der Dinge entwickeln: Werkzeuge und Geräte zum Ausleihen
  • Repaircafé als festen Bestandteil des Stadtlebens unterstützen
  • Mehr Mülleimer an Wegen, Bänken, Schulen und Naherholungsgebieten aufstellen

Tierwohl: Für ein gutes Miteinander von Mensch und Tier

Der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren ist ein wichtiger Bestandteil einer lebenswerten Stadt. Haustiere, Nutztiere und Wildtiere sind auf unseren Schutz und klare Rahmenbedingungen angewiesen. Wir wollen das Tierwohl in Westerstede stärken und gleichzeitig das Zusammenleben von Mensch und Tier im Alltag verbessern.

Stärkung des lokalen Tierschutzes

Der Tierschutzverein leistet unverzichtbare Arbeit – oft ehrenamtlich und unter begrenzten finanziellen Mitteln. Wir setzen uns dafür ein, den Verein verlässlich zu fördern und seine Arbeit langfristig abzusichern. Gleichzeitig unterstützen wir Initiativen zum Schutz von Wildtieren, etwa den Einsatz von Drohnen zur Rettung von Rehkitzen vor Mäharbeiten. Solche Maßnahmen verbinden modernes Engagement mit praktischem Tierschutz vor Ort und verdienen unsere Unterstützung.

Mehr Freiräume für Hunde und ihre Halter*innen

Viele Hundehalter*innen wünschen sich sichere und gut erreichbare Flächen, auf denen ihre Tiere frei laufen und spielen können. Wir unterstützen die Schaffung eines Hunde-Auslaufgebiets im Sinne des Vereins Köterwiese. Ein solcher Ort schafft klare Regeln, reduziert Konflikte im öffentlichen Raum und erhöht die Lebensqualität für Mensch und Tier gleichermaßen.

Kommunale Wirtschaftspolitik: Standort sichern, Innenstadt beleben

Eine starke Wirtschaft und ein starkes Handwerk sind das Fundament für ein lebenswertes Westerstede. Die Gewerbesteuer unserer Unternehmen ist die wichtigste und größte Einnahmequelle. Aber Wirtschaftspolitik ist mehr als Standortmarketing: Wir wollen eine Innenstadt, die lebt und in der man sich gerne aufhält. Unternehmen, die fair und nachhaltig wirtschaften. Und einen Standort, der für junge Menschen attraktiv ist – zum Arbeiten und zum Bleiben.

Lebendige Innenstadt

  • Wir streben eine einladende Innenstadt mit Plätzen zum Verweilen, Spielmöglichkeiten für Kinder und der Ansiedlung eines Bioladens, eines Unverpackt-Ladens und eines Ladens für regionale Produkte an.
  • Wohnen und Arbeiten sollen sich in der Innenstadt ergänzen. Gewerbeflächen, die nicht mehr gebraucht werden, könnten leichter in Wohnraum umgewandelt werden. Mehr Menschen in der Innenstadt bedeuten mehr Leben.
  • Leerstehende Ladenlokale wollen wir aktiv vermitteln und Zwischennutzungen ermöglichen.

Nachhaltiges Wirtschaften

  • Westerstede ist Fair Trade Town – das möchten wir mit Leben füllen: durch mehr faire Produkte in öffentlichen Einrichtungen und gezielte Öffentlichkeitsarbeit. 
  • Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung fördern – damit überschüssige Waren aus Gastronomie und Einzelhandel nicht im Müll landen, sondern weitergegeben werden. 

Westerstede als Wirtschaftsstandort

  • Wir sind dafür, die Stadt als lebenswertes Zuhause und modernen Arbeitsort für junge Fachkräfte positionieren.
  • Für Start-ups und Gründungen schaffen wir ein unterstützendes Umfeld – auch durch Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und den Fachhochschulen.
  • Bei Betriebsnachfolge begleiten wir aktiv, damit Wissen und Arbeitsplätze vor Ort erhalten bleiben.

Kommunale Finanzen: Solide haushalten, klug investieren

Die Finanzlage in Westerstede ist sehr angespannt. Bund und Land übertragen uns immer mehr Aufgaben, liefern das Geld dafür aber nicht vollständig mit. Gleichzeitig steigen die Kosten für soziale Leistungen schneller als unsere Einnahmen. 

Keine Mehrbelastungen für unsere Bürger*innen

Kommunale Steuern und Abgaben treffen alle gleich – egal, ob arm oder reich. Deshalb lehnen wir es ab, Haushaltslücken durch Steuererhöhungen wie z. B. mit der Grundsteuer zu schließen. Genauso lehnen wir blindes Kaputtsparen ab: Wer an Bildung, Infrastruktur und Lebensqualität spart, macht Westerstede langfristig weniger lebenswert. Unser Ziel ist ein solider Haushalt, der in die Zukunft unserer Stadt investiert – ohne die Bürger*innen durch höhere Abgaben zu belasten.

Keine weiteren Streichungen kommunaler Angebote

Die Bürger*innen erwarten zu Recht, dass die Stadt Westerstede sparsam und sorgfältig mit ihrem Geld umgeht. Wir werden das, was die Lebensqualität in unserer Stadt ausmacht, nicht dem Rotstift des Kämmerers opfern. 

Moderne Verwaltung: Bürgernah, digital und transparent

Wir sind für eine Verwaltung, die aktiv unterstützt, statt passiv zu verwalten. Serviceorientierte Verwaltung heißt, neben digitalen Angeboten, auch Zeit für persönliche Beratung anzubieten. Gerade für ältere Bürger*innen, die nicht digital unterwegs sind, ist der persönliche Kontakt von großer Bedeutung. 

Digital und für alle da

  • Eine bürgernahe Verwaltung mit barrierearmen Online-Dienstleistungen – benutzerfreundlich, verständlich und jederzeit zugänglich.
  • In die Weiterbildung unserer Verwaltung investieren, damit die digitale Transformation gelingt.
  • Öffentliche Rats- und Ausschusssitzungen künftig in Bild und Ton aufzeichnen, live streamen und im Internet abrufbar speichern, denn die Bürger*innen haben einen Anspruch auf größtmögliche Transparenz politischer Entscheidungen. Viele Bürger*innen können nicht in Präsenz an Ausschuss- und Ratssitzungen teilnehmen.

Gleichstellung in der Verwaltung

  • Die Gleichberechtigung von Frauen in unserer Verwaltung vorantreiben und aktiv fördern: Wir streben an, dass mindestens die Hälfte der Führungspositionen mit Frauen besetzt wird. Frauen sollen gezielt für Führungspositionen qualifiziert und gefördert werden.
  • Die Stelle der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten sichern und stärken.

Faire Auftragsvergabe

  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt Westerstede bei der Vergabe öffentlicher Aufträge konsequent auf Tariftreue achtet – faire Löhne sind für uns keine Verhandlungssache.
  • Wir wollen Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung durch gezielte Schulungen unterstützen, damit Ausschreibungsunterlagen nach Nachhaltigkeitskriterien und trotzdem rechtssicher gestaltet und Aufträge pragmatisch vergeben werden können.
  • Spielräume nutzen, um örtliche Unternehmen bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.

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