Leserbrief zum Beitrag „Acht Bäume in Neubausiedlung gepflanzt“

NWZ vom 2.12.2013 Ammerländer Nachrichten S.34

Hierzu unser Leserbrief:

Natürlich freuen wir uns, dass die Gemeinde ihr Versprechen, eine Ausgleichspflanzung für die am Anfang der Saterlandstraße in Augustfehn gefällten Bäume vorzunehmen, eingelöst hat.  Nur: Für die 19 gefällten Bäume wurden leider nur acht neue gepflanzt. Um tatsächlich einen AUSGLEICH zu schaffen, müssten wenigstens dreimal so viele Jungbäume gepflanzt werden wie gefällt worden sind. Hier benötigt die Gemeinde wohl Nachhilfe im Rechnen. Außerdem kann das  auch nicht über die Fehlentscheidung hinwegtäuschen, die Kastanienbäume am Augustfehnkanal aus fadenscheinigen Gründen gefällt wurden. Weder war durch sie die Verkehrssicherheit gefährdet, noch macht es heute Sinn, den fehntypischen Charakter zu unterstreichen. Die Gemeinde Apen ist Teil des Landkreises Ammerland, der touristisch mit der Parklandschaft Ammerland wirbt. Touristen und die überwiegende Zahl der Einheimischen freut jeder gesunde Baum, ganz abgesehen davon, dass die Kastanienreihe ein wenig den Blick auf die langweilige Supermarktlandschaft verstellt hat.  Jeder Baum ist ein Gewinn für das Klima und das in jeder Hinsicht!


Renate Brand und Anja Deutsch, Augustfehn

Baumfällung an der Saterlandstraße in Augustfehn

Antrag der Gruppe Grüne / Linke im Rat der Gemeinde APEN an den Strassen- und Brückenausschuss

"Laut Mitteilung in der NWZ vom 9. Feb. 2013 sollen am Mittwoch, dem 13. Feb. 2013, Bäume an der Saterlandstrasse gefällt werden. Die Initiative dazu geht ausschließlich von der Gemeinde aus. Im Vorfeld sei dies mit dem Ortsverein, der Werbegemeinschaft, der Ammerländer Wasseracht und der Straßenmeisterei abgestimmt worden. Wir vermissen eine Abstimmung mit der Bürgervertretung, dem Rat, und dem Verkehrsverein, der mit der touristischen Vermarktung der Gemeinde betraut ist.

Die Gründe – Verkehrssicherheit und Betonung des Fehncharakters -  können nicht überzeugen. An der Verkehrssicherheit ändert die Fällung der Bäume nichts. Die Überbetonung des Fehncharakters widerspricht der touristischen Werbelinie, die die Gemeinde Apen als Übergangsort von der Parklandschaft des Ammerlandes in die Fehnlandschaft Ostfrieslands vermarktet. Ein unverstellter Blick auf eine gesichtslose Supermarktlandschaft ist nun wirklich kein Gewinn.

Wir verschließen uns nicht einer langfristigen Planung, die peu à peu die vorhandenen Bäume durch landschaftstypische Baumanpflanzungen ersetzt. Daher beantragen wir, die Fällung der Bäume auszusetzen."

gez. Renate Brand

 

Und hier das Video von NWZ TV dazu.