7 Jahre Fukushima - die Mahnung bleibt

Ein Tsunami löste vor 7 Jahren die Atomkatastrophe von Fukushima aus - eine beispiellose Kernschmelze in 3 der 6 Atomreaktoren an der japanischen Küste. Das für viele Technikgläubige - nicht nur in Japan - Unvorstellbare war geschehen, die Naturgewalten erwiesen sich als stärker als menschengemachte Schutzvorrichtungen. Die Zahl der dadurch direkt und indirekt zu Tode gekommenen Menschen ist bis heute umstritten, klar ist aber, dass u.a. Tausende von Schilddrüsenerkrankungen auf den Atomunfall zurückzuführen sind, auch die Zahl der psychischen Erkrankungen ist um den Unglücksort mit der Katastrophe rasant angestiegen. Und natürlich gibt es bis heute keine Lösung für die Frage der Entsorgung der zerstörten Reaktoren wie für die Millionen Liter kontaminierten Wassers.

Umso unverständlicher, dass Japan mittlerweile wieder Atomkraftwerke eingeschaltet hat und sich erneut den großen Risiken, die mit dieser Technologie verbunden sind, aussetzt - ebenso natürlich wie Frankreich, China, die USA, Belgien und viele weitere Länder, die zum Teil unter dem Deckmantel des Klimaschutzes an der Atomenergie festhalten.

Für uns bedeutet das, dass der Kampf der Anti-Atombewegung, der für Grüne seit ihrer Parteigründung konstitutiv ist, noch längst nicht beendet ist. Der Atomausstieg in Deutschland muss weiter eng begleitet und vorangetrieben werden - ob es um die Brennelemente-Produktion in Lingen geht, die dringend stillgelegt werden muss, oder um den sicheren Rückbau und die Entsorgung der stillgelegten Atomreaktoren in Esenshamm und anderswo.

Atommüllantrag der GRÜNEN Kreistagsfraktion

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